Die Nagra ergänzte mit der Tiefbohrung Stadel-2 den Kenntnisstand im Standortgebiet Nördlich Lägern. Stadel-2 war die dritte Tiefbohrung im Standortgebiet Nördlich Lägern in Etappe 3 der Standortsuche für ein geologisches Tiefenlager. Sie erreichte eine Tiefe von gut 1288 Metern.
Bereich westlich des Korallenriffs erbohrt
Die neuen Bohrungen Bülach, Stadel-2, Stadel-3 und Bachs ergänzen den Überblick der geologischen Verhältnisse der Region. Der Opalinuston ist im südöstlichen Teil des Standortgebiets ruhig gelagert.
Mit der Bohrung Stadel-2 wurde ein repräsentativer Bereich des Standortgebiets westlich des Korallenriffs erbohrt. Die Bohrungen Bülach und Stadel-3 befinden sich beide im Bereich des Korallenriffs. Zudem wurden bei der Bohrung Stadel-2 verschiedene Tests im Bohrloch ausgeführt, die für das Gesamtbild des geologischen Untergrunds in der Region interessant sind.
Schon früher wurde gebohrt
In der Region Nördlich Lägern existieren bereits Daten einer früheren Bohrung, welche im Jahr 1983 in der Gemeinde Weiach durchgeführt wurde (Bild links). Die Sondierbohrung Weiach wies eine Endtiefe von 2482 Metern auf. Sie belegte erstmals zweifelsfrei die Existenz des sogenannten Permokarbontrogs, der tief ins kristalline Grundgebirge eingesenkt ist.
Bei Untersuchungen mittels sogenannten 3D-seismischen Messungen – eine Art Ultraschall des Untergrunds – hatte sich herausgestellt, dass sich im nördlichen Bereich des Standortgebiets Nördlich Lägern Störungszonen im tiefen Untergrund befinden. Für ein Tiefenlager muss die Geologie ungestört sein. Daher hatte die Nagra die weiteren Gesuche für Bohrungen in Weiach und Glattfelden, die im Rahmen der Tiefbohrkampagne 2019 bis 2022 eingereicht worden waren, wieder zurückgezogen. Es wären keine neuen Erkenntnisse zu erwarten gewesen.








