Schon 60-mal länger bei der Nagra als gedacht


Lange dabei, aber nie langweilig: Uschi Züger-Fankhauser erlebte viele Meilensteine in ihrer Nagra-Karriere, doch der 19. November 2024 bleibt unvergesslich.

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Wenn ich darüber nachdenke, was ich mit der Nagra schon alles erlebt habe, dann macht mich der 19. November 2024 schon stolz. Klar, wir hatten zuvor schon diverse Meilensteine erreicht. Aber dass wir die Rahmenbewilligungsgesuche (RBG) eingereicht haben, ist für mich eine Stufe höher anzusiedeln. Wir haben den Anker für das Projekt gesetzt und dabei den Zeitplan eingehalten.

Warum mir das so viel bedeutet? Zu meinen Anfangszeiten waren es noch sechs Regionen, die für ein Tiefenlager infrage kamen. Die Partizipation steckte in den Kinderschuhen, Zeitpläne wurden ständig überarbeitet. Deshalb darf man das RBG nicht als selbstverständlich betrachten. Ich bin stolz, dass ich diesen Moment mitgestalten konnte.

DIE MENSCHEN HINTER DEM JAHRHUNDERTPROJEKT

Uschi Züger-Fankhauser


hat eine kaufmännische Ausbildung absolviert und ist anschliessend ein paar Jahre «herumgetingelt», wie sie selbst sagt. Bei der Nagra ist sie sesshaft geworden – und Assistentin mit Leib und Seele. Sie hat eine enge Bindung zu ihrer Familie. Ihre Freizeit verbringt sie gerne im Garten, beim Lesen oder mit ihrer Katze.

Aus 3 Monaten wurden 16 Jahre

Am Anfang hatte ich keine Ahnung, was die Nagra überhaupt macht. Beworben hatte ich mich auf eine Stelle, die als Übergangslösung für drei bis sechs Monate ausgeschrieben war. 16 Jahre sind es bis heute schon geworden. In meiner Zeit bei der Nagra habe ich viel gelernt – fachlich und menschlich. Ich sage jeweils, ich sei mit der Nagra erwachsen geworden.

Assistentin ist genau das, was ich sein will. Geprägt hat mich das Abschlussgespräch bei einer Firma vor meiner Nagra-Zeit. Die Person sagte zu mir: ‹Du bist keine Sekretärin, du bist eine Assistentin. Diesen Weg musst du weiterverfolgen.› Das habe ich getan und heute ist für mich klar: Assistentin, das ist meine Berufung.

Ich habe hier eine Drehscheibenfunktion, koordiniere Abläufe und halte meinem Team den Rücken frei. Dazu gehört, dass ich schnell handle, Prioritäten setze und in hektischen Situationen einen kühlen Kopf bewahre. Meine Routine hilft mir dabei, cool zu bleiben.

«Bei der Nagra geht es nicht um kurzfristige Gewinne, sondern um die sichere Zukunft für viele Generationen. Das motiviert»: Uschi Züger-Fankhauser.

Ein Sinn für Tiere – und für eine sichere Zukunft

Das Jahr 2024 war eine grosse Challenge, dominiert von viel Arbeit und engen Zeitplänen. Gemeinsam haben wir es geschafft. Ich finde es wichtig, dass wir unsere Erfolge feiern – innerhalb unseres Teams beispielsweise haben wir jeden fertigen Bericht auf dem Weg zum RBG zelebriert.

Überhaupt bin ich in der spannendsten Abteilung der Nagra: Bei uns wurden schon seit meiner Anfangszeit grosse Projekte im Feld durchgeführt und jetzt wird es konkret; wir arbeiten in Richtung Baugesuch. Kein Tag ist wie der andere. Ein interner Wechsel war in all den Jahren nie ein Thema für mich, mir wird nicht langweilig. Die Umwelt und Tiere liegen mir sehr am Herzen. Unsere Feldarbeiten sind daher ein interessanter Aspekt für mich. Sehr spannend war auch die Tiefbohrkampagne.

Wir befinden uns nun in einer Phase des Wandels. Das ist nicht immer einfach. Routine ist zwar wertvoll, aber ohne Anpassungsfähigkeit kommt man nicht weiter.

Mein Job erfüllt mich, weil er sinnstiftend ist. Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass das, was wir hier tun, enorm wichtig ist. Bei der Nagra geht es nicht um kurzfristige Gewinne, sondern um die sichere Zukunft für viele Generationen. Das motiviert.

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