Die sichere Lagerung von Atommüll ist kein Kunstprojekt, sie basiert auf konkreten Daten, sorgfältiger Planung und jahrzehntelanger Forschung. Und doch hilft manchmal gerade die Kunst dabei, abstrakte Fragen greifbar zu machen: Wie kommunizieren wir über Jahrtausende?
Wie sieht Verantwortung in der Zukunft aus? In diesem Newsletter werfen wir einen Blick auf ungewöhnliche Perspektiven und Aktionen. Nach diesem Ausflug in die Welt der Kunst landen wir jedoch wieder fest auf dem Boden der Wissenschaft. Versprochen.
Wie warnt man kommende Generationen vor einem Atommüll-Endlager, und zwar über Jahrtausende hinweg? Die Theaterregisseurin Nina Halpern nähert sich dieser konkreten Herausforderung mit einer Mischung aus Humor, Popkultur und wissenschaftlicher Recherche. Ihr Stück «Au clair de la lune» verbindet Absurdität mit Verantwortung: Godzilla, Miss Atomic Bomb und Louis Réard, der Erfinder des Bikinis, treffen aufeinander. Mein Kollege Adrian Uhlmann hat mit Halpern gesprochen und ein kleines Video aufgenommen. Bis einschliesslich 2. Oktober können Sie das Stück im «Südpol» in Kriens ansehen.
Ein Kunstprojekt im Haberstal – just dort, wo die Oberflächenanlage des Tiefenlagers gebaut werden soll – widmet sich dem Projekt im Rahmen des «World Nuclear Waste Day» auf eine andere, ebenfalls überraschende Weise: Der Künstler Jules Spinatsch lässt eine Bogenschützin auf Jahreszahlen zielen, um das Verschlussjahr des Tiefenlagers zu ermitteln. Wie treffend seine Aktion war, erfahren Sie in unserem Augenzeugenbericht.
Technologie oder Geologie, was ist wichtiger? Richtig: Beide Barrieren müssen zusammenspielen und sich gegenseitig ergänzen. Doch langfristig ist der Beitrag der einen Barriere entscheidend.
Die geplante Oberflächenanlage und das geplante Tiefenlager liegen in der Anflugschneise des Flughafens Zürich: Ist der Atommüll vor Terror, Sabotage, Flugzeugcrash geschützt?
Seit 40 Jahren liefert das Felslabor Grimsel wertvolle Erkenntnisse für die Tiefenlagerforschung – ein Meilenstein, den die Nagra 2024 mit Forschungspartnern feiern konnte. Auch 2025 bleibt das Labor in den Alpen ein wichtiger Ort für Forschung und internationalen Austausch rund um die Lagerung radioaktiver Abfälle.
Im September-Newsletter wollten viele Leser und Leserinnen wissen, was wäre, wenn im heute stabilen Bereich künftig doch ein Bruch entsteht.
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