Nagra News – November 2025


Warum man als Ingenieur bei der Nagra arbeitet • Die Rollenteilung beim Tiefenlagerprojekt • Unter und über dem Atommüll fliesst Wasser – eine Gefahr?

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Die Zeit läuft für uns Menschen stetig und unaufhaltsam Richtung Zukunft. Unser Erleben von Zeit ist dabei unterschiedlich: Mal vergeht sie für uns wie im Flug, manchmal schleicht sie träge dahin. Die halbjährliche Zeitumstellung bringt uns regelmässig durcheinander – und ist doch kurz darauf schon wieder vergessen. Bis zum nächsten Mal. 
 
Apropos Vergessen: Im November 2024, also vor genau einem Jahr, hat die Nagra das Rahmenbewilligungsgesuch für das Tiefenlager eingereicht – ein bedeutender Meilenstein. 
 
Doch wie lassen sich Informationen über noch viel längere Zeiträume weitergeben, über Hunderte, Tausende, ja Zehntausende von Jahren? Damit zukünftige Generationen selbst in einer fernen Zukunft die Hintergründe eines Endlagers verstehen können, entwickelt Schweden ein sogenanntes «Key Information File» (KIF). Wie das funktionieren soll, sehen Sie im schwedischen Kurzfilm «Bridging Millennia». 
 
Im Untergrund scheint die Zeit stillzusehen. Geologisch betrachtet. Das Tiefenlager der Schweiz ist ein einzigartiges Bauwerk – das betont Bauingenieur Jürgen Brommundt: «Wir bauen ein Unikat, keinen Prototyp» und gewährt Einblick in die langfristige Planung und Realisierung. 
 
Dieses einmalige Projekt verlangt klare Rollen bei allen Akteuren und Akteurinnen: Wer übernimmt welche Aufgaben, und wie wirken Behörden, Expertengremien und die Nagra zusammen? 
 
Ein weiterer Fokus liegt auf dem Schutz des Grundwassers: Im Untergrund bewegt sich Wasser, und die Trennung der Lagerstätte vom Wasser ist entscheidend für den Schutz von Mensch und Umwelt. Erfahren Sie, wie im geplanten Lager im Tongestein des Opalinuston Wasser und Gesteinsschichten seit Millionen Jahren isoliert sind und was das für die Langzeitsicherheit bedeutet. 
 
Rückschau: Wir freuten uns beim Oktober-Newsletter über reges Interesse am Schutz des Tiefenlagers vor Terror oder einem Flugzeugcrash. 
 
Bleiben Sie neugierig – und bleiben Sie im Gespräch mit uns. Wir freuen uns auf den Austausch mit Ihnen auf Instagram, Facebook, YouTube und LinkedIn.

Ich wünsche uns allen noch ein paar schöne Herbsttage, bleiben Sie gesund.

Unsere Geschichten im November 2025
«Wir bauen ein Unikat – keinen Prototyp»
«Wir bauen ein Unikat – keinen Prototyp»

Gross denken: Bauingenieur Jürgen Brommundt weiss, dass ein Tiefenlager kein Sprint, sondern ein Marathon ist. Er respektiert besonders die, die mutig vorangehen und Entscheidungen treffen.

Wer macht was? Die Rollenteilung beim Schweizer Tiefenlager
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Am Tiefenlagerprojekt der Schweiz sind verschiedene Akteure mit klar abgegrenzten Rollen beteiligt. Ein Überblick.

Über und unter dem Atommüll fliesst Wasser – eine Gefahr?
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Im Untergrund bewegt sich Wasser, aber auf getrennten Bahnen. Wie gut diese «Wasserstrassen» voneinander getrennt sind, ist für die Sicherheit des Tiefenlagers entscheidend.

Der schwedische Weg: Wissen für 100'000 Jahre bewahren
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