Guten Tag
Sicherheit, Fortschritt und Zuversicht entstehen mitunter dort, wo unser Blick nicht hinreicht. Heute schauen wir unter die Oberfläche – im wörtlichen wie im übertragenen Sinn.
Beginnen wir mit der vielleicht besten Nachricht seit Beginn der Tiefenlagersuche: Zahlreiche Experimente haben gezeigt, dass sich radioaktive Teilchen im Tiefenlagergestein kaum bewegen. Doch der stärkste Nachweis für die Sicherheit kommt nicht aus dem Labor, sondern liefert die Natur: Seit zigtausenden Jahren verbleiben eingeschlossene Stoffe nahezu unbewegt im Gestein. Keine Theorie, keine Prognose – sondern Realität.
Eine weitere Realität: Erdbeben zählen zu den mächtigsten Naturgewalten. Auch in der Schweiz sind starke Beben möglich. Oft werden wir gefragt, was das für das Tiefenlager und den Atommüll bedeutet. Die Antwort: Im Untergrund bleibt es stabil. An der Oberfläche hingegen ist die Lage eine andere – und genau dort setzen unsere Sicherheitsüberlegungen ebenfalls an.
Zukunftsforscherin Jeannie Schneider spricht im Jahrhundertpodcast 500m+ über unsere Vorstellung von Fortschritt. Sie sagt, «wir vertrauen der Technologie oft stärker als der Kultur.» Für sie gibt es nicht die Zukunft, sondern viele mögliche Zukünfte. Und manchmal helfen uns Visionen aus Science-Fiction wie Star Trek, neue Wege zu gehen.
Über Ihr grosses Interesse am Hintergrundartikel «Wo sind unsere radioaktiven Abfälle?» im April-Newsletter haben wir uns sehr gefreut. Ich lade sie wieder ein, genauer hinzusehen und tiefer zu denken.
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Freundliche Grüsse
Die Geschichten aus dem Mai 2025
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