Erinnern Sie sich noch an den 19. November 2024? Für Uschi Züger-Fankhauser ist dieser Tag unvergesslich: Die Einreichung des Rahmenbewilligungsgesuchs an diesem Tag markiert einen wichtigen Meilenstein in ihren 16 Jahren als Assistentin bei der Nagra. Warum sie schon viel länger bei der Nagra ist als ursprünglich geplant, verrät sie im Porträt.
Die Menschen hinter dem Jahrhundertprojekt sind das Herzstück der Nagra. Damit Fachleute gut zusammenarbeiten können, braucht es eine gemeinsame Plattform. Planung und Bau eines Tiefenlagers sind technisch komplex und somit weitaus anspruchsvoller als bei einem herkömmlichen Bauwerk. Mit dem digitalen 3D-Modell können wir frühzeitig mögliche Herausforderungen erkennen und ihnen vor dem Bau begegnen. Zudem entsteht ein dichtes Netzwerk mit vielen Schnittstellen für alle am Grossprojekt beteiligten Fachplanungsfirmen.
Digitale Werkzeuge sind jedoch nur so gut wie das Wissen, auf dem sie basieren. Robuste Forschung bildet die Grundlage. Die Nagra erforscht in einem Langzeitversuch unter internationaler Beteiligung im Schweizer Felslabor Mont Terri, wie sich radioaktive Teilchen im Opalinuston bewegen – dem Gestein, in dem das Lager gebaut wird.
Doch auch Wissen hat seine Grenzen: Wie geht die Nagra mit dem Unvorhersehbaren und dennoch Möglichen um? Der Begriff «Schwarzer Schwan» steht für genau solche Ereignisse: Abweichungen von dem, was man aufgrund der Erfahrung erwartet. Solche grundlegenden Fragen sind auch für die Nagra von zentraler Bedeutung.
Bleiben Sie neugierig – und bleiben Sie im Gespräch mit uns. Wir freuen uns auf den Dialog mit Ihnen auf Instagram, Facebook, YouTube und LinkedIn.
Unsere Geschichten im Januar 2026
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